Deko & Objekte

Messing, Kupfer und Patina: Wohnaccessoires mit Geschichte richtig kombinieren

Ein Metall dominieren lassen

Die häufigste Unsicherheit: Darf man Messing, Kupfer und Chrom im selben Raum mischen? Ja, aber nicht zu gleichen Teilen. Ein Raum wirkt ruhiger, wenn ein warmes Metall die Hauptrolle spielt – etwa Messing an Lampen und Bilderrahmen – und ein zweites nur als Akzent vorkommt, zum Beispiel eine Kupferschale auf dem Tisch. Kühle Metalle wie Chrom oder Edelstahl bleiben besser in der Küche und im Bad, wo sie zu Armaturen und Geräten passen.

Patina ist kein Schmutz

Neue Messingstücke sind meist lackiert und bleiben blank. Alte Stücke dunkeln nach, bekommen Flecken und an den Griffstellen eine hellere Zone, wo Hände sie über Jahrzehnte berührt haben. Genau das macht sie wertvoll für die Einrichtung. Wer eine Flohmarktlampe zu Hause sofort mit Polierpaste bearbeitet, verliert oft mehr, als er gewinnt. Eine niederländische Sammlerin, die in Deutschland unter dem Namen der Klaudy über Retro-Wohn- und Gartendekoration schreibt, beschreibt aus eigener Erfahrung, wie man Messing reinigen kann, ohne die Patina zu verlieren: mit lauwarmem Wasser, etwas Seife und einem weichen Tuch – und der Entscheidung, an manchen Stellen gar nichts zu tun.

Warme Metalle brauchen warme Farben

Messing und Kupfer kommen am besten vor gedeckten, warmen Wandfarben zur Geltung: Terrakotta, Ocker, Olivgrün, ein dunkles Petrol oder ein cremiges Weiß. Vor reinem Weiß wirken sie schnell gelblich und billig. Auch die Materialien in der Umgebung spielen mit: Holz mit sichtbarer Maserung, Leinen, Wolle und unglasierte Keramik nehmen den warmen Ton auf. Glas und Marmor setzen einen kühlen Kontrast, der gut funktioniert, solange er sparsam bleibt.

Neu und alt mischen

Wer keine Zeit für Flohmärkte hat, kann neue Accessoires mit Antikfinish kaufen und sie mit ein oder zwei echten alten Stücken ergänzen – ein geerbter Kerzenleuchter, eine Waage aus der Küche der Großmutter. Die echten Stücke geben den neuen Glaubwürdigkeit. Wichtig ist nur, dass die Farbtöne zusammenpassen: Rötliches Kupfer neben gelblichem Messing braucht ein verbindendes Element, etwa eine Bronzefigur, die zwischen beiden liegt.